Inklusion ist für mich ….

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Der Verband Katholische Jugendfürsorge (V●KJF) setzte auf der bundesweit größten Messe ConSozial in Nürnberg gemeinsam mit zahlreichen Standbesucherinnen und -besuchern ein buntes Zeichen für mehr Menschlichkeit.

Die grauen Standwände füllten sich schnell. Was ist Inklusion für Dich? Die Frage beantworteten über 200 kreative Menschenfreunde und machten mit Hilfe der diesjährigen Fotoaktion die Welt bunter. Inklusion ist: …“heutzutage unverzichtbar“ … „ein Miteinander“… „wenn alle gemeinsam durchs Leben gehen“ … „Vielfalt akzeptieren“. So lauteten einige der zahlreichen Beiträge. Nach zwei Tagen waren die Wände nicht wieder zu erkennen. Doch nicht nur Gesagtes und Geschriebenes fand Anklang. Die Schauspiel- und Gesangseinlagen der großartigen Improtheatergruppe mit Christl Sittenauer, Tobias Ostermeier und Yousef Rebahi-Gilbert sorgten durchgehend für gute Laune am Stand der Katholischen Jugendfürsorgevereine der (Erz-)Diözesen Augsburg, München-Freising, Regensburg und Speyer. Die grünen Engel der Speiskammer aus München verzauberten den Gaumen mit duftendem Kaffee und leckeren Bio-Snacks und der Theater-Club Steinhörig, prominent vertreten durch Billy Lord, Monika und Gaby Staudenhechtl, zeigte den Messebesucherinnen und  -besuchern den Weg zur Inklusion.

„Sag’s einfach, damit es viele verstehen!“ – dieses wichtige Thema stellten Dr. med. Winterholler aus dem Krankenhaus Rummelsberg mit dem Leiter des Büros für Leichte Sprache der KJF Regensburg, Sebastian Müller, auf dem ConSozial-Kongress vor. Dieser Kongress dient als Plattform zum Gedankenaustausch – und das haben die zahlreichen Gäste des sehr gut besuchten Vortrags auch genutzt. Das Thema stieß auf großes Interesse und inspirierte zur regen Diskussion. Was ist leichte Sprache, für wen ist sie gedacht und wie wird ein Text in leichter Sprache erstellt? Eines wurde deutlich klar: Texte in Leichter Sprache leisten einen wichtigen Beitrag für die Teilhabe aller.

Am zweiten Tag fand auf der Messebühne eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Bayern: Erfahrungen – Analysen – Perspektiven“ statt. Neben Michael Eibl, dem Vorstandsvorsitzenden des LVkE, nahmen Sigrun Maxzin-Weigl, Vorsitzende des EEV-Bayern, Thomas Stadler von der privaten Berufsschule St. Erhard in Plattling, eine Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg, und Hans Reinfelder, Leiter des ZBFS-Bayerisches Landesjugendamt, teil. Dr. phil. Norbert Beck, u.a. Verbundleiter Überregionales Beratungs- und Behandlungszentrum Würzburg moderierte die spannende Diskussion. Beck verdeutlichte in seiner Begrüßung, dass der Leitsatz „kein Flüchtling darf verloren gehen“ eine Frage der Humanität und Haltung ist. Und gerade diesem Gedanken fühlen sich die konfessionellen Verbände besonders verbunden.

Text: Olga Baranowska
Bilder: KJF (Augsburg/Regensburg)